OÖ Nachrichten, 15.10.1990

TV- Dokumentation der diesjährigen Linzer Kepler-Klangwolke

Fest für Augen und Ohren

Erstmals in der Geschichte der Linzer Klangwolken wurde für heuer eigens ein auf die spezifischen akustischen Bedingungen im Linzer Donaupark eingehender Kompositionsauftrag vergeben. Ein zweitägiges Klangwolken-Wochenende wurde mit der Kepler-Klangwolke eröffnet, daran schloß die klassische Klangwolke mit Anton Bruckners 4. Symphonie an. Einen Bericht über dieses Ereignis gibt es in der Sendung "Linzer Klangwolke 1990" heute, Montag, um 23.10 Uhr in FS 2.

Insgesamt mehr als 100.000 Zuhörer fanden sich heuer im Linzer Donaupark ein, um den Klängen des Linzer Klangwolken –Wochenendes zu lauschen. Der Fernsehfilm "Linzer Klangwolke 1990 - Johannes Kepler gewidmet" (Gestaltung: Alfred Pittertschatscher) gibt die akustischen und visuellen Eindrücke der "Klangwolkensymphonie", der Kepler-Klangwolke, wieder.

TV heute

Anläßlich des Linzer Stadtjubiläums ,,500 Jahre Linz" wurde dieses Auftragswerk vom bayerischen Komponisten Walter Haupt komponiert und inszeniert. Dabei gelang dem Tontechniker Hubert Hawel und Wolfgang Winkler (Aufnahmeleitung) mittels aufwendiger 24-Spur-Aufnahmetechnik eine klangtechnische Leistung ersten Ranges. Zusammen mit einem Team von Feuerwerkern, Laserkünstlern, einem Großplastiker und Projektionstechnikern entstand ein Gesamtkunstwerk, in dem das Leben und Wirken Johannes Keplers illustriert wurde.

Bis auf einen einzigen Schnitt bemüht sich der Fernsehfilm, die Kepler-Klangwolke in ihrer vollen akustischen und visuellen Einmaligkeit darzustellen.

"Ein Unterfangen, zu dem die eindrucksvolle Visualisierung geradezu zwang, obwohl ursprünglich eine andere Dokumentationsform vorgesehen war. Ich hätte es aber schade gefunden, diese imposante Ton- und Lichtkulisse mit Feuer, Licht und Laser nicht doch noch einmal ihrer Einmaligkeit zu entreißen. Die Fernsehbilder lassen ein einmaliges Ereignis nochmals erstehen", so Alfred Pittertschatscher, der Gestalter des Fernsehfilms. Fünf Kamerateams waren notwendig, um ohne zusätzliches künstliches Licht die visuellen Eindrücke einzufangen.

Die Klangwolkensymphonie , wird mit einem Dialog zwischen O-Daiko-Trommlern eröffnet: In vier Sätzen entfacht die Musik gemeinsam mit der Visualisierung ein fulminantes Hörbild, in das sich auch Naturgeräusche mischen. Mehrere inmitten der Donau ankernde Schiffe bildeten den Schauplatz für Laserprojektionen, Feuerwerke und Lichteffekte. Für die Klangwolke stand den Veranstaltern das ORF-Symphonieorchester unter Walter Haupt, sowie das Schlagwerk Linz zur Verfügung.

Copyright by Wolfgang Reifeneder 2005. Sitedesign und Implementierung: Adolf Pilz

Stand: 10.11.2006

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